#erzählt #gefärbt #genäht, Märchen - Erinnerungen

4. 5. 2019

Text und Fotos: Gabriele Bach

Lange geplant und vorbereitet, gehört diese Ausstellung jetzt selber zu unseren schönen Erinnerungen.

Schon zur Vernissage kamen zahlreiche Besucher. Das Trio Cantabile aus Olching leitete mit Mozart den Abend stimmungsvoll ein. Nach der Begrüßung durch unsere Schirmherrin Frau Hasselfeldt und unseren Bürgermeister Herrn Schäfer war ausgiebig Zeit die ausgestellten Werke zu bewundern.

vernissage

Auch in den folgenden Tagen riß der Strom der Besucher nicht ab. Allen aus unserer Gruppe machte es Spaß, die vielen Fragen zu beantworten.
Die Führung zu den Canadian Red Cross Quilts von Monika Modersitzki war gut besucht.
Die Mitmachaktion von Lisa Marie Röhrl wurde gut angenommen von Kindern und Erwachsenen.
Zum Märchenvorlesen fanden sich bei Uschi Roscher immer wieder neue Zuhörer ein.
Viele waren sehr interessiert an unserem Verlosungsquilt, die Gewinnerin aus Olching hat sich riesig darüber gefreut.
Lisa Eiter von Patchwork und Quilt wollte mit einem Verkaufsstand unser Programm abrunden, leider mußte sie wegen Krankheit kurzfristig absagen. Wir haben das sehr bedauert und hoffen, es geht ihr wieder gut.
Sehr erfreut waren wir, als dann ganz spontan Verena Schmidt von einfach bunt eingesprungen ist.

einfach bunt

20 Quilts vom Canadian Red Cross rahmten unsere Ausstellung ein. Sie bildeten mit ihrer Größe und den gedeckten, z.T. ausgeblichenen Farben der antiken Stoffe einen schönen Gegensatz zu unseren „kleineren“ Arbeiten in den leuchtenden Farben moderner Stoffe.

ausstellung 1

Viele Besucher konnten kaum glauben, daß die Canadian Red Cross Quilts alle so eng von Hand gequiltetet worden waren und interessierten sich sehr für die Geschichte dieser Arbeiten. Da die Quilts alle mit Baumwolle gefüttert sind, waren enge Quiltlinien notwendig, damit die Füllung beim Gebrauch nicht auf einer Stelle einen großen Klumpen bildet. In Kanada und den USA wurden in den 1940er Jahren sehr viele Quilts genäht, um die Not in Europa während und nach dem 2. Weltkrieg zu lindern. Damit man schnell viele Quilts nähen konnte, wurde wenig Patchwork genäht und alles was ging, mit der Nähmaschine. Auch wenn nicht jede Naht handwerklich perfekt war, sind die Quilts bestens zum Gebrauch geeignet. Viele der von uns gezeigten Arbeiten werden von ihren Eigentümerinnen seit Jahren als Zudecke im Sommer genutzt.

Wie unsere Konya-Quilts entstanden sind habe ich schon hier genauer beschrieben. Die Stickereien aus Konya wurden wie schon vor 3 Jahren, sehr bewundert und ebenso wie wir sie in unsere Arbeiten eingefügt haben.

Eine Auswahl unserer kleinen Monatsquilts, in denen wir Techniken und Ideen ausprobieren, präsentierten wir in Bilderrahmen die frei von der Bühnendecke herunterhingen. Ganz besonders freuen wir uns, daß diese Arbeiten ab dem 18. Mai 2019 im Bauernhofmuseum Jexhof gezeigt werden.

Die folgenden Fotos unserer Märchenquilts zeigen die Ergebnisse unserer Arbeit, zu der ich hier mehr erzählt habe.

Jetzt freuen wir uns darauf unsere Märchenquilts auf den Patchworktagen in Dinkelsbühl und der Textile Art in Berlin zu zeigen. Bei beiden Veranstaltungen schauen wir uns natürlich auch die vielen anderen Ausstellungen an und kehren sicher mit lauter neuen Ideen zurück.