Leider bin ich nicht wirklich viel zum Nähen gekommen, trotz Corona, da ich Anfang des Jahres eine Weiterbildung (Vollzeit) angefangen habe. Da war ich mit Schule und wieder das lernen zu lernen beschäftigt. Doch als das mit Corona auch hier bei uns anfing, habe ich angefangen Masken für die Familie zu nähen. Als erstes nur für meine Großmütter, da sie zu der Risikogruppe gehören. Später auch noch für meine Tanten, da sie diese für den Weg in die Arbeit benötigten und für sie noch keine vom Arbeitgeber zur Verfügung standen.

Am Anfang habe ich die verschiedenen Internetseiten durchforstet auf der Suche nach Schnittmustern, die meiner Vorstellung entsprachen. Auch von der Quiltgruppe wurde ein Schnittmuster weitergeleitet (das ich auch ausprobiert habe, leider ohne Foto). Ich wollte allerdings Masken mit Falten und mit Gummis machen, da diese meiner Erfahrung nach (durch Staubmasken in der Arbeit) angenehmer zu tragen und auch einfacher und schneller an- und ausziehbar sind.

Ich habe dann ein Muster gefunden, dass mir sehr gut gefiel. Leider war es mit Bindebändern und nicht mit Gummis. Ich habe es dann nach meinen Wünschen umgeändert und die Gummibänder eingenäht. Auch habe ich mir (noch rechtzeitig) Aluminiumdraht aus dem Gartenbedarf bestellt. Extra Aluminiumdraht, der nicht rostet und somit beim waschen in der Maske bleiben kann.

Nun bin ich auf Stoffsuche gegangen. Ich habe mir alle möglichen Baumwollstoffe aus meinem Fundus gesucht und einen Atemtest gemacht. (doppelt nehmen und vor Mund und Nase halten und schauen wie man atmen kann). Nachdem ich mich für Stoffe (hauptsächlich mit Muster) entschieden habe, habe ich diese erstmal bei 60°C gewaschen. Als alles vorbereitet war habe ich angefangen den Stoff zuzuschneiden. Das schöne an dem Schnitt war, dass man ohne Schrägbänder ausgekommen ist.

Da mein Schreibtisch leider für die Schule belegt war bin ich ins Wohnzimmer ausgewichen und habe, da der Esstisch gerade für die Nähmaschine reichte, meine Schneidmatte auf dem Boden ausgebreitet.

Dann habe ich nach Schnittmuster und Anleitung gearbeitet. Das hat alles sehr gut funktioniert, außer dass ich die Bindebänder verkürzt habe und sie als Abschluss an den Seiten angebracht habe. Dadurch, dass ich alles verkürzt habe und zusätzlich noch den Gummi angenäht habe, hatte die Nähmaschine ganz schön zu kämpfen. An den Ecken waren es dann einfach zu viele Stofflagen und ich musste teilweise mit der Hand nachhelfen, damit die Nadel durchging.

Das Nähen hat mir aber sehr viel Spaß gemacht und ich war auch sehr glücklich mit dem Ergebnis.

Die Maske auf dem Arbeitsplatz ist die Einzige zum Binden, da mir die Gummibänder ausgegangen sind.

Meine Tante hat sich dann nochmal gemeldet und gemeint, dass meine Masken viel angenehmer zu Tragen seien und auch besser passen als die professionell genähten, die sie von ihren Arbeitgeber erhalten hat. Das hat mich dann doch ein wenig stolz gemacht.